Einsatzberichte

Maylo - Mischling aus Undenheim

Am Freitagabend, den 02.12.2022, erreichte uns der verzweifelte Anruf von Maylos Besitzerin. Ihr 6 Monate alter, kleiner Pekinesen-Mischlingsrüde aus dem Tierschutz war mit Geschirr und 1,5 Meter langer Leine am 30.11. entlaufen. 

Er wartete vor der Apotheke mit der 14 Jährigen Tochter. Doch Maylo erschrak sich und riss sich los. 

Verzweifelt und in Panik suchten die Besitzer Maylo. Er versuchte nach Hause zu laufen und wurde auch vor der Haustür der Besitzer gesehen. Doch leider war die Tür des Mehrfamilienhauses geschlossen. Maylo erschrak sich erneut, diesmal vor einem Auto und rannte wieder panisch davon. Im Anschluss wurde er noch einmal in der Nähe an einer Kindertagesstätte gesehen. 

Da wir am Samstag in der Nähe einen Einsatz bei einer Katze, in etwa 25 Kilometer Entfernung hatten, entschlossen wir uns kurzfristig, dort auch in den Einsatz zu gehen. Normalerweise wäre der Ort nicht mehr unser Einsatzgebiet gewesen, jedoch machten wir hier eine Ausnahme, da den Besitzern schnell geholfen werden sollte.

Vor Ort trafen wir die völlig verzweifelten Besitzer, die bereits vieles von unserer Erstberatung aus dem Vortag umgesetzt hatten: offizielle Stellen Bescheid gegeben, Tasso, Postbote, Tierheim usw. informiert und ca. 200 Flyer im Ort verteilt. Auch die Geruchsartikel waren schon gesichert. 

Vor Ort informierten uns die Besitzer noch, dass die letzte Sichtung durch die Tochter erfolgte, doch diese rief nach Maylo und er lief wieder davon. Das war am Freitagmorgen. Somit mussten wir davon ausgehen, das Maylo noch mobil war und die Wahrscheinlichkeit ihn hängend zu finden eher gering war. Zumal wir erfuhren, das die Leine sowohl im Halsband als auch im Geschirr eingehakt war und somit nicht hinterher schliff. 

Vor Ort beratschlagten Marie und Nancy wie wir am besten vorgehen sollten. Da Maylo wahrscheinlich noch mobil war, durfte er auf keinen Fall getrieben werden. Das hieß besondere Vorsicht beim Laufen und ggf. abbrechen, wenn wir das Gefühl hätten, das wir Maylo treiben.  

Mit den Besitzern gingen wir zum letzten Sichtungspunkt und Marie mit Crazy und Sonja als Helfer starteten dort zuerst.

Es wurde das Gebiet rund um die Kindertagesstätte eingegrenzt, dort befanden sich noch mehrere Schulgelände, u.a. ein leerstehendes, mit Bauzaun eingezäuntes, altes Schulgebäude. 

Als nächstes startete Marie mit Brice und wieder Sonja als Helfer. Brice schaute sich erst einmal den Weg an, den Maylo gekommen war. Doch wir ließen sie ein zweites Mal am Sichtungspunkt starten und nun bestätigte Brice was Crazy auch schon gemacht hat. Mit dem Unterschied, das Brice einen Eingang auf das eingezäunte Gelände fand und dies ausarbeitete

Zum Glück hatten wir an keinem Punkt das Gefühl, das wir Maylo trieben. Beide Hunde kreisten deutlich das Schulgelände ein.  

Marie und Nancy beratschlagten, ob es Sinn machen würde auch Linus dort noch einmal anzusetzen. Da aber Linus bereits im ersten Einsatz eine tolle Arbeit geleistet hatte und wir dasselbe Ergebnis erwarteten wie bei Brice und Crazy, verneinten wir dies und gaben den Besitzern noch Tipps, wie sie am besten vorgehen sollten. Die Besitzer hatten in der Zwischenzeit organisiert, dass sie auf das alte Schulgelände können, dort noch einmal ganz in Ruhe suchen und ggf. eine Futterstelle und eine Wildkamera dort aufstellen können.   

Nancy und Marie gaben den Besitzern noch viele Ratschläge, u.a. wie sie sich bei Sichtungen verhalten sollen und wie sie Heimwegschleppen legen sollten. Sie haben den Besitzern Mut zugesprochen und sie wieder aufgebaut. 

In der Zwischenzeit hatte Meike sich bereit erklärt die Fallberatung zu übernehmen um den Besitzern ein ständiger Ansprechpartner zu sein.   

Nach ca. 3 Stunden Einsatz machten sich alle wieder auf den Heimweg. Wir waren noch nicht lange wieder zu Hause, da kam die erlösende Meldung: Maylo @home. Er hatte sich tatsächlich auf dem alten Schulgelände verkrochen. 

Der Lebensgefährte der Besitzerin hat ihn hinter einem Zaun gefunden, wo er sich verkrochen hatte. Also genau in dem Gebiet das beide Hunde eingegrenzt und angezeigt haben.  

Maylo geht es gut und alle sind glücklich, vor allem sein Katzenfreund zu Hause, der trauerte seit Maylo verschwunden war.

Ein super schönes Weihnachtsgeschenk....... 

Trust your Dog! 

 


Wilma - Rauhaardackel aus Leun

Wilma ist zuhause. Heute Morgen um 6:00 Uhr saß sie auf ihrer Decke am Entlaufort. Nachdem sich der Besitzer gestern bei uns gemeldet hatte, wurde ihm in der Beratung unter anderem erklärt, wie er sich wenn Wilma gesichtet oder aufgefunden werden sollte verhalten soll. Dadurch wusste er, das er nicht auf sie zugehen sollte, um zu vermeiden das Wilma wieder weglaufen könnte. Er sollte sich ruhig hinsetzen um Wilma die Gelegenheit zu geben auf ihn zuzukommen. Er hat diesen Rat perfekt umgesetzt und so waren Herrchen und Wilma wieder glücklich vereint. Gerade dieser Rat war für den Besitzer Gold wert. Er fügte noch hinzu, das ihm die Beratung wieder Mut gemacht hätte und bedankte sich ganz herzlich.